Der Lockdown der Demokratie

Hintergrund dieses Beitrages sind die Demonstrationen, die an den Wochenenden in einigen Städten in Deutschland stattfinden. Menschen protestieren gegen die Einschränkung ihrer im Grundgesetz verankerten Rechte und zweifeln die Begründung der Bundesregierung an, dass diese Maßnahmen wegen Corona notwendig sind.

Noch eine kleine Vorbemerkung: Ich spreche im Folgenden immer vom Corona-Virus. Wenn ich nichts anderes dazu sage, meine ich immer das Virus SARS-CoV-2, auch unter dem Namen Covid-19 bekannt.

Wo ist das Problem, sollte man meinen? In einer Demokratie sollte es doch normal sein, dass Menschen gegen die Politik der Regierung protestieren. Aber jetzt in Zeiten von Corona ist alles anders. Glaubt man der Tagesschau oder anderen Nachrichten, sind diese Demonstrationen sogar gefährlich: Verschwörungstheoretiker und Nazis versuchen, diese Demonstrationen für sich zu vereinnahmen. Das heißt nichts anderes als: Distanziert Euch von diesen Demonstrationen, geht da bloß nicht auch noch hin, da sind ganz gefährliche Leute.

Ganz neu ist das mit den Nazis übrigens nicht. So tauchten eine Zeitlang bei den Demonstrationen der Friedensbewegung gegen den US Air Base Ramstein auch Nazis auf. Sowohl bei diesen Friedensdemonstrationen als auch bei den heutigen Demonstrationen kann man die Frage stellen: Soll man nicht zu Demonstrationen gehen, von deren Zielen man überzeugt ist, nur weil dort eventuell der braune Sumpf sein Süppchen kochen will? Nein, diese Konsequenz sollte man sicher nicht ziehen. Und: Die meisten Menschen auf diesen Demonstrationen sind keine Nazis, sondern einfach empört über die Politik der Bundesregierung.

Dann gibt es da noch den anderen Vorwurf, der mit den Verschwörungstheoretikern. Ohne dass das in den Nachrichten offen so ausgesprochen wird, schwingt darin der Vorwurf an die Demonstranten mit: Die sind wohl alle ein bisschen naiv und dumm und haben sich von gefährlichen Verschwörungstheoretikern beeinflussen lassen. Diese Art der Berichterstattung ist für unsere Medienmacher praktisch: Man muss sich mit den Zielen und Aussagen der Demonstrant*innen gar nicht auseinandersetzen, man kann sie auf diese Art und Weise einfach verunglimpfen und in ein schlechtes Bild rücken. Und genau das scheint mir dabei auch das Ziel zu sein. Bin ich jetzt auch ein Verschwörungstheoretiker?

Im Kern geht es bei den Demonstrationen um eine Frage: Sind die Maßnahmen der Bundesregierung gegen das neuartige Corona-Virus tatsächlich gerechtfertigt und notwendig gewesen? Die Demonstrant*innen bestreiten das. Aber ansonsten haben wir einen für mich äußerst beängstigenden Einheitsbrei in Deutschland. Zunächst einmal haben alle im Bundestag vertretenen Parteien (incl. der Grünen und der Linken) keinen Einwand erhoben. Auch von der Presse incl. der taz gab es in dieser Frage keine Kritik. Einzig von der AfD waren in letzter Zeit kritische Anmerkungen daran zu hören. Das dürfte aber eher den Hintergrund haben, dass sie befürchtet, ansonsten Stimmen an die sich gründende Partei „Widerstand 2020“ zu verlieren. Ein Teil der AfD-Wähler sind nämlich auch keine überzeugten Nazis oder Rassisten, sondern Protestwähler. Und die könnten sie eventuell verlieren.

Schlimm war auch das Verhalten der Gewerkschaften. Es ist schließlich ihre ureigenste Aufgabe, für die soziale Absicherung der Arbeitnehmerinnen zu sorgen und sie vor Arbeitslosigkeit oder den Folgen von Kurzarbeit zu schützen. So lobt der DGB den hart errungenen Kompromiss der Koalition zur Kurzarbeit. Nach diesem soll die Kurzarbeit von 60 % (67 % mit Kindern) auf 70% (bzw. 77%) angehoben werden, allerdings erst ab dem vierten Monat der Kurzarbeit und Ausnahmen gibt es da auch noch. Diejenigen, die vom Mindestlohn oder wenig darüber leben müssen, können darüber nur lachen. Das Wichtigste aber: Die Gewerkschaften haben keinerlei prinzipielle Kritik an den Lockdown-Maßnahmen geübt, obwohl diese die Arbeitnehmerinnen hart treffen.

Erschreckend, wie einseitig Politiker*innen linker Gruppierungen oder Parteien argumentieren. Der Tenor insgesamt: Der Lockdown war gerechtfertigt, wer etwas anderes sagt ist Verschwörungstheoretiker. Hier ein paar Beispiele:

  • Bei der Linkspartei kann man lesen:
    Rechte und VerschwörungstheoretikerInnen versuchen an die Verunsicherung vieler Menschen anzuknüpfen. Im Internet und bei Demonstrationen (wie den „Hygienedemos“ und „Corona-Spaziergängen“ gegen eine vermeintliche „Gesundheitsdiktator“), verbreiten sie bundesweit Falschnachrichten und versuchen Stimmungsmache an die Stelle von Gesellschaftskritik zu setzen.“ (https://www.die-linke.de/themen/gesundheit-und-pflege/corona/faq/)
    Auf die selbst gestellte Frage, ob wir auf dem Weg in eine „Gesundheitsdiktatur“ sind, lautet die Antwort:
    Nein, angesichts der Bedrohung des Grundrechts auf körperliche Unversehrtheit (Artikels 2 Absatz 2 des Grundgesetzes) durch das Corona-Virus stehen die aktuellen Einschränkungen – obwohl sie teilweise drastisch sind – auf dem Boden des Grundgesetzes. Parlament und Rechtsstaat sind nicht ausgehebelt. Die Gerichte haben z.B. einige überzogene und pauschale Einschränkungen, etwa der Versammlungsfreiheit, wieder kassiert. Die Meinungsfreiheit ist nicht eingeschränkt – was man u.a. daran erkennen kann, dass ihre vermeintliche Einschränkung bei verschiedenen Veranstaltung lautstark beklagt wird. Auch die wissenschaftliche Debatte wird nicht zensiert: sowohl die Diskussion über die sogenannten Heinsberg-Studie der Bonner Universitätsklinik wie über den die Gefährlichkeit von Corona im Vergleich zur klassischen Grippe waren Gegenstand großflächiger Berichterstattung in den Medien.
  • So bekam ich von der paneuropäischen Bewegung DiEM25, die von Yanis Varoufakis mit initiiert wurde, folgende Mail zugesendet (Auszüge, der gesamte Text hier: https://mailchi.mp/uk.diem25.org/newsletter-mai-2020?e=15e3149bce).
    „Mit großer Sorge betrachtet das Bundeskollekitv so wie viele aktive Mitglieder derzeit die Formierung einer Querfront Protestbewegung, die über die Verbreitung von Verschwörungsmythen rund um das Coronavirus ein stark vereinfachtes Erklärungsmodell zu liefern vorgibt.“ … und weiter:
    „Das Bundeskollektiv sieht daher die Notwendigkeit sich in dieser Sache klar zu positionieren. Wir bekennen uns zur wissenschaftlichen Methodik und sehen unsere Aufgabe als politischer Akteur darin, die gewonnenen Erkenntnisse entsprechend unserer Überzeugungen und Vorstellungen zu interpretieren. Verschwörungstheorien, die die Wissenschaft und deren Methoden in ihrer Gänze infrage stellen, sind mit den Werten von DiEM25 nicht vereinbar.“
  • Auf der Seite von Campact schrieb deren geschäftsführender Vorstand, Felix Kolb (https://blog.campact.de/2020/05/was-jetzt-passiert/?pk_vid=7e90974369e74b441589559803f777ca):
    Das Coronavirus bringt unsichere Zeiten – das nutzen Klimaleugner*innen, Rechtsextreme und andere Demagog*innen. Campact-Vorstand Felix Kolb analysiert die Lage und warnt vor den Corona-Demonstrationen.“ … und weiter:
    Viele der Menschen, die gerade samstags auf die Straße gehen, verleugnen, wie gefährlich das Virus ist. Andere tun so, als sei die Gefahr gebannt. Das ist leider nicht der Fall. Nach allem, was wir wissen, hat sich bislang nur ein Bruchteil der Bevölkerung infiziert. Wenn unsere Vorsicht nachlässt und die Lockerungen zu weit gehen, ist eine zweite Infektionswelle unausweichlich.“ … und noch einmal weiter:
    Die Gefahr läuft auf diesen Protesten mit. Viele Demonstrant*innen verweigern Masken und missachten sogar grundlegende Abstandsregeln. Die Demonstrant*innen gefährden damit völlig unnötig sich selbst – aber auch ihre Familien, Polizeibeamt*innen, Ärzt*innen, Pfleger*innen und letztlich uns alle.

Warum die längeren Ausschnitte von den LINKEN, DiEM25 und Campact? Weil mich deren Aussagen besonders betreffen. Ich bin Mitglied bei den LINKEN. Auch bei DiEM25 werde ich wohl noch als nicht zahlendes Mitglied geführt. Und ich denke, viele von uns haben doch schon diverse Petitionen bei Campact unterschrieben. Seit ich ein politisch denkender Mensch bin, habe ich mich linken Ideen verbunden gefühlt: Für Frieden und Abrüstung, für eine gerechte Welt, gegen den Raubbau an unserer natürlichen Umwelt. Und jetzt blasen die Organisationen der politisch Linken in dasselbe Horn wie die Bundesregierung und die Mainstreammedien: Der Lockdown war gerechtfertigt und notwendig, diejenigen, die etwas anderes behaupten sind entweder dumm und naiv oder unwissenschaftlich oder Nazis oder Verschwörungstheoretiker.

Was die Partei die Linke sonst noch zu den Maßnahmen der Bundesregierung sagt, damit bin ich voll einverstanden. Die Auswirkungen dieses Lockdowns werden diejenigen, die jetzt schon am unteren Ende des Einkommensskala in Deutschland stehen, besonders hart treffen. Deshalb ist jede Forderung gerechtfertigt, dass gerade diesen auch finanziell geholfen werden muss, anstatt einfach und wohl auch noch ziemlich unkontrolliert den großen Konzernen Milliarden und Aber-Milliarden zukommen zu lassen. Und selbstverständlich müssen diejenigen, die in Krankenhäusern oder Seniorenheimen in der Pflege oder Betreuung arbeiten, endlich deutlich besser bezahlt werden, da reicht ein einmaliger Zuschuss bei weitem nicht aus.

Eigentlich hättet Ihr doch nachdenklich werden sollen. Wenn ausgerechnet diejenigen, die seit vielen Jahren viel zu wenig gegen die alten und neuen Nazis unternommen haben, sich plötzlich in der Corona-Krise quasi als Antifaschisten aufspielen. Ihr habt doch sonst immer alle Maßnahmen der Bundesregierung kritisch hinterfragt und zu Protesten aufgerufen. Mit Corona soll plötzlich alles anders sein? Die Lockdown Maßnahmen waren notwendig? Habt Ihr das eigentlich einmal ernsthaft überprüft? Oder habt Ihr Euch einfach von der Macht der Bilder aus China und Italien blenden lassen? Vielleicht spielte da auch die Angst eine Rolle? So eine Virus-Pandemie, das macht doch Angst. Aber: Angst, das war schon immer ein ganz schlechter Ratgeber, insbesondere dann, wenn man doch wissenschaftlich fundiert argumentieren will. Nun, ich weiß es nicht, was Euch dazu bewogen hat, diesen Lockdown-Maßnahmen zuzustimmen. Aber, ich muss ganz klar sagen: Ich halte diese Maßnahmen, die in Deutschland aber auch in vielen Ländern der Welt getroffen wurden, für falsch und letztlich für höchst gefährlich. Da droht eventuelle die größte Weltwirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg – und das findet Ihr richtig?

Im Folgenden werde ich einmal diejenigen zu Wort kommen lassen, die diesen Maßnahmen kritisch gegenüberstehen. Nein, Ihr müsst das alles nicht richtig finden. Aber, schaut es Euch einfach einmal an. Versucht, mit Eurem eigenen Kopf all diese Argumente einmal zu überprüfen. Redet miteinander darüber, vielleicht auch mit einigen der Demonstrant*innen. Fangt endlich wieder an, eigenständig zu denken und zu hinterfragen, anstatt in der Frage des Lockdowns einfach unserer Bundeskanzlerin Recht zu geben. Und packt bitte nicht weiterhin alle Kritiker dieser Maßnahmen einfach in die Schublade Verschwörungstheoretiker, dass ist wirklich sehr billig und unwissenschaftlich.

Anfangen möchte ich mit der letzten der kritisierten Demonstrationen in Stuttgart. Hier könnt Ihr Euch das alles im Livestream anschauen https://www.youtube.com/watch?v=xDuvprcFV6c: Da gibt es auch immer Schaltungen zu anderen Veranstaltungen, blättert einfach ein bisschen hin und her.

Ich habe mir da viel von angeschaut. Einfach weil ich mir selbst ein Bild machen wollte, von diesen Demonstrationen. Hier muss ich zumindest für Stuttgart sagen: Ich habe nichts von irgendwelchen Nazis gesehen. Auch in den Reden war davon nichts zu hören. Ich kann nun nicht wissen, ob das an anderen Orten vielleicht anders war. Das eigentliche Anliegen diese Protestes hat aber damit überhaupt nichts zu tun.

Die Hauptaussagen der Demonstrationen nach meinem Verständnis: Man wehrt sich gegen die Außerkraftsetzung der im Grundgesetz festgelegten Rechte, insbesondere zur Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Man kritisiert diesen Lockdown. Man hält die Aussagen der Bundesregierung zum Corona-Virus für falsch, kritisiert insbesondere das Robert-Koch-Institut (RKI). Die meisten Demonstrant*innen scheinen der Meinung zu sein, dieses Corona-Virus sei nicht gefährlicher als eine gewöhnliche Grippe (Influenza).

Meine Meinung hierzu? Ich stimme dieses Demonstrant*innen in allen Aussagen zu, bis auf die letzte. Stand jetzt bin ich doch der Meinung, dass dieses neue Corona-Virus gefährlicher ist, als eine normale Grippe. Allerdings bei langem nicht so gefährlich, dass diese Lockdown-Maßnahmen gerechtfertigt waren. Warum sage ich Stand jetzt? Weil ich zu Beginn dieser Auseinandersetzungen auch der Meinung war, dass dieses Virus so gefährlich ist, dass strengste Einschränkungen der Bewegungsfreiheit aufgrund der Gefahren durch dieses Virus gerechtfertigt sind. Allerdings habe ich gleichzeitig damit begonnen, mich mit dieser Frage näher auseinanderzusetzen. Und ich habe nicht nur die Aussagen der Mainstream-Medien gelesen, habe auch Aussagen von sogenannten Verschwörungstheoretikern gelesen. Kurzum: Ich habe meine Meinung geändert. Mag sein, dass mein persönlicher Meinungsbildungsprozess hier noch nicht am Ende ist. Was ich mir persönlich allerdings zu Gute halte: Ich plappere nicht einfach alles nach, was mir etwa die Tagesschau vorplappert. Ich versuche zumindest, diese Aussagen zu überprüfen. Genau das sollten in der heutigen Zeit alle tun und dazu: Viel miteinander reden und diskutieren.

Warum halte ich die Aussagen des RKI in vielen Punkten für fragwürdig und falsch? Nun, da gibt es zunächst einmal die schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit: 2009 gab es die sogenannte Schweinegrippe. Hier ein Zitat vom Deutschlandfunk zur Schweinegrippe (21.03.2010):

Warum wurde die sogenannte Schweinegrippe vor einem Jahr zur gefährlichen Pandemie erklärt, obwohl sie zehnmal weniger tödlichen Erkrankungen verursacht hat als eine normale Wintergrippe? Kritiker werfen der WHO vor, nur darauf gewartet zu haben, eine über Jahre aufgebaute Maschinerie in Gang zu setzen.

Für diese Schweinegrippe kaufte damals Deutschland für eine Unmenge an Geld Medikamente ein. Medikamente, die dann alle wieder weggeschmissen werden mussten, weil sie gänzlich ungefährlich war. Heute muss man leider sagen: Mit dem Auftreten von Corona haben WHO und RKI diese Maschinerie wieder in Gang gesetzt, dieses Mal mit verheerenden Folgen.

Desweiteren arbeitet das RKI (und auch das Johns Hopkins Institut) mit Zahlen, die wissenschaftlich nicht aussagekräftig sind. Alle notwendigen Maßnahmen werden aus drei Größen abgeleitet: Der Anzahl der Erkrankten, der Anzahl der Genesenen, der Anzahl der im Zusammenhang mit Corona gestorbenen Menschen.

  • Anzahl der Erkranken: Diese ist in Wahrheit unbekannt. Diese Anzahl wird ermittelt aus der Anzahl der positiven Tests und den Angaben von Gesundheitsämtern. Alle diejenigen, die sich mit dem Virus infiziert haben und keinerlei Symptome oder nur schwache Erkältungssymptome hatten oder aus anderen Gründen gar nicht zum Arzt gingen, werden dabei nicht erfasst. Diese „Dunkelziffer“ dürfte sehr, sehr hoch sein. Damit ist diese erste Größe schon einmal unbrauchbar. Da in unterschiedlichen Ländern unterschiedlich viel getestet und untersucht wird, sind auch jegliche Vergleich zwischen verschiedenen Ländern wissenschaftlich nicht zulässig.
  • Anzahl der Genesenen: Auch diese Größe ist in Wahrheit eine Schätzung. Vereinfacht wird hierbei davon ausgegangen, dass Menschen mit positivem Corona-Befund, die nach zwei Wochen noch nicht verstorben sind, wieder gesund sind. Genaueres könnt Ihr beim RKI nachlesen.
  • Anzahl der Verstorbenen: Bekannt ist, dass der größte Teil derjenigen, die mit Corona infiziert sind und sterben, eine oder mehrere schwere Vorerkrankungen hatten. Ob diese nun tatsächlich an Corona gestorben sind, ist weitgehend unbekannt, wird sich eventuell auch gar nicht genau ermitteln lassen. Das RKI hat wohl von dieser Kritik gehört und hat ein neues Argument gefunden: Da gar nicht alle Menschen, die sterben, überhaupt auf Corona untersucht werden, dürfte die Anzahl der Verstorbenen noch viel höher sein. Das RKI will offensichtlich die Gefahren durch das Virus mit aller Gewalt weit noch oben schrauben. Aber: Diese Argument ändert letztlich überhaupt nichts an der Tatsache, dass die Anzahl der durch Corona Verstorbenen nicht bekannt ist.

Das alles führt zu folgender Konsequenz: Der Lockdown wurde letztlich auf der Grundlage dieses Zahlenmaterials getroffen, wobei all diese Zahlen wissenschaftlich nicht haltbar sind. Dabei wurden vom RKI und der Bundesregierung zu verschiedenen Zeiten auch noch verschiedene Größen und Empfehlungen ins Spiel gebracht:

  • Zunächst hieß es, einfach Atemschutzmasken seien nicht zu empfehlen, weil sie nicht schützen. Jetzt sind sie Pflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften.
  • Zunächst hieße es, die Maßnahmen könnten frühestens dann gelockert werden, wenn sich die Verdopplungszeit der Infektionen auf mindestens 10 Tage reduziert habe. Diese Zahl wurde dann auf 14 Tage erhöht (nachdem die 10 Tage erreicht waren). Nachdem auch das erreicht war, wurde der sogenannte R-Wert ins Spiel gebracht. Ein Wert, der angeblich angibt, wie viele Menschen im Durchschnitt von einem Infizierten angesteckt werden. Dieser soll dann unter 1 liegen. Dahinter steckt dann auch noch eine komplizierte mathematische Formel zu Berechnung, das sieht doch wissenschaftlich aus? Ist es aber nicht. Dann nämlich nicht, wenn die Werte, die dort zur Berechnung eingesetzt werden, letztlich wie gezeigt wissenschaftlich gar nicht verwendet werden dürften.

Aufsehen erregt hat in Deutschland die sogenannte Heinsberg-Studie von Hendrick Streeck ( https://www.uni-bonn.de/neues/111-2020 ). Hier wurden im kleinen Ort Gangelt, in dem sich nach einer Karnevalsveranstaltung ein großer Prozentsatz der Einwohner an Corona infiziert hatte. Die wichtigsten Ergebnisse dieser Studie: Die Quote derjenigen, die durch eine Infektion mit diesem Virus gestorben sind, lag zwischen 0,24 und 0,43 %, je nach mathematischem Korrekturverfahren. Das sind auf der einen Seite mehr, als bei einer gewöhnlichen Influenza (wo diese Größe bei geschätzt 0,1% liegt). Diese Quote wäre aber bei weitem nicht so hoch, dass die getroffenen Lockdown-Maßnahmen gerechtfertigt wären. Diese Schlussfolgerung ist allerdings von mir. Herr Streeck wollte sich dazu nicht äußern, weil er die Schlussfolgerungen aus dieser Studie der Politik überlassen wollte. Weiterhin kommt Streeck zu dem Ergebnis, dass die Gefahren einer Infektion durch Anfassen von Türklinken oder Handys, die zuvor von Infizierten angefasst wurden, wahrscheinlich sehr gering sind. Zu ganz ähnlichen Ergebnissen kommt übrigens auch eine Studie der renommierten Stanford Universität in Kalifornien, die eine Sterbewahrscheinlichkeit für Corona von 0,12 bis 0,2 % schätzte. Übrigens hat sich John P.A. Ioannidis von dieser Universität in einem Zeitschriftenbeitrag vom 29.03.2020 etwas ausführlicher zu dem Zahlenfiasko in der Corona-Frage geäußert. Dieser Beitrag ist auch deshalb interessant, weil er hier nicht nur auf das Virus an sich eingeht, sondern sich eingehender mit der Frage befasst, welche katastrophalen Auswirkungen ein längerer Lockdown auf die Welt haben könnte.

Streeck hat für seine Studie von verschiedenen Seiten harte Kritik einstecken müssen. In gewisser Hinsicht ist das im wissenschaftlichen Prozess normal: Ein Forscher erstellt eine Studie und kommt zu Ergebnissen. Andere Wissenschaftler meinen, da liegen die und jene methodische Fehler vor. Im normalen Prozess würde dann von anderen Wissenschaftler eine neue Studie verfasst, um zu Ergebnissen zu kommen, die der Wahrheit nach Möglichkeit näherkämen.

Eine solche Studie in Auftrag zu geben, das wäre eigentlich genau die Aufgabe des RKI gewesen. Mittlerweile und m.E. viel zu spät hat das RKI das wohl auch getan, Ergebnisse wohl erst im Juni

Wie müsste eine solche Studie aussehen? Sie müsste versuchen, folgende Fragen zu klären: Wie viele Menschen in Deutschland sind wahrscheinlich aktuell infiziert? Wie viele Menschen in Deutschland haben diese Infektion wahrscheinlich bereits hinter sich und sind deshalb höchstwahrscheinlich bereits immun gegen dieses Virus? Wie hoch ist wahrscheinlich der Prozentsatz der Menschen, die nach einer Infektion sterben?

Ich sage deshalb wahrscheinlich, weil es kaum möglich ist, alle Menschen in Deutschland zu testen. Dafür gibt es allerdings die Möglichkeit, mit repräsentativen Stichproben zu arbeiten, ähnlich wie wir das aus der Meinungsforschung kennen. Hierbei wären auch noch verschiedene Faktoren für die Auswahl der Stichproben zu beachten (etwa, dass Menschen sowohl aus Gebieten mit hoher Infektionsrate genauso berücksichtigt würden wie aus Menschen mit niedriger Infektionsrate). Außerdem muss man auch mit einberechnen, dass alle Untersuchungsergebnisse mit einer gewissen statistischen Fehlerwahrscheinlichkeit behaftet sind. Heraus kämen dabei Ergebnisse, die zu jeder Frage einen Bereich liefern, die mit 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit zwischen einem minimalen und einem maximalen Wert liegen. Diese Ergebnisse kämen der Wahrheit in jedem Fall um ein Vielfaches näher als die Daten, die uns das RKI (oder das Johns Hopkins Institut) bisher jeden Tag präsentieren.

So ein Vorgehen habe ich mir nicht ausgedacht. Ähnliche Forderungen stellt der Epidemiologe Professor Ulrich Keil in einem Interview mit den NachDenkSeiten. Angeblich hat das RKI auch vor, eine repräsentative durchzuführen, deren Ergebnisse aber wohl erst irgendwann im Juni vorliegen werden. In dem Interview meint Keil dazu:

Das kommt reichlich spät, aber immerhin. Das, was das RKI vorhat, 15.000 Personen, die repräsentativ für die deutsche Bevölkerung stehen, mit dem PCR-Test und mittels Serologie zu testen, ist der einzig gangbare Weg, aus dem Datensalat herauszukommen. Diese Zufallsstichprobenuntersuchungen müssen aber in Abständen von zwei bis vier Wochen wiederholt werden, um das virologische Geschehen in der Bevölkerung abschätzen zu können. Und entscheidend wird dann sein, diese Untersuchungen zu verstetigen, so dass wir bei allen künftigen Infektionswellen besser Bescheid wissen über die Gefährlichkeit der Epidemie und Aussagen machen können über den Grad einer vorhandenen oder fehlenden Herdenimmunität. Politiker können so evidenzbasierte Entscheidungen treffen.

Interessant ist auch seine Forderung, solche Zufallsstichproben alle zwei bis vier Wochen zu wiederholen. Er macht hier darauf aufmerksam, dass es im gesamten Viren-Geschehen auf der Welt Zusammenhänge gibt, die noch gar nicht erforscht sind. So gibt es in einem Jahr viele Infektionen durch Influenza-Viren, in einem anderen Jahr sind diese kaum aktiv, dafür gibt es viele grippale Infekte mit älteren Corona-Viren. Daraus kann man schließen: Ja, wir wissen schon einiges über die Viren, aber längst noch nicht alles. Notwendig in diesem Bereich wäre viel mehr Grundlagenforschung. Dummerweise ist die Wissenschaft heute stark vom Geld abhängig. Hauptgeldgeber im Bereich der Viren sind aber die internationalen Pharmakonzerne. Die haben allerdings an den Viren nur ein Interesse: Wie sie mit Medikamenten oder Impfstoffen möglichst viel Geld verdienen können. Grundlagenforschung interessiert darum kaum.

Apropos Impfstoffe: Häufig hört man das Argument, das Corona-Virus sei auch deshalb sehr viel gefährlicher als eine Grippe, weil noch keinerlei Medikamente und kein Impfstoff dagegen entwickelt wurde. Dabei ist gerade das mit dem Impfstoff etwas komplizierter.

Wie bei der Influenza ist es auch bei den Corona-Viren so, dass immer neue Mutationen auftauchen. Deshalb kommt es auch immer wieder vor, dass auch Menschen, die gegen Grippe geimpft sind, trotzdem an Grippe erkranken, einfach weil ein neues Grippe-Virus aufgetaucht ist. Die Mediziner sagen hierzu meist, trotzdem sei die Grippe-Impfung sinnvoll, weil dann eine Grippe einen leichteren Verlauf nehmen würde. Weil ich nach den vielen Geschichten mittlerweile an allem zweifle, frage ich mich an dieser Stelle: Ist diese Aussage tatsächlich wissenschaftlich erwiesen? Sei es drum. Wichtig in dem Zusammenhang ist, dass die Mediziner die Grippe-Schutzimpfung nur Schwangeren und gefährdeten Menschen empfehlen (ältere Menschen oder Menschen mit einem geschwächten Immunsystem). Es gibt nämlich bei diesen Impfungen auch nicht unbeträchtliche Nebenwirkungen.

Deshalb ist auch die Entwicklung solcher Impfstoffe für die Pharmaindustrie ein zweischneidiges Geschäft: Zum einen ist es ziemlich aufwendig (und damit auch teuer) solche Impfstoffe zu entwickeln. Es ist nicht sichergestellt, ob diese Impfstoffe auch im ausreichenden Umfang verkauft werden können, damit sich das Geschäft lohnt. Und in relativ kurzer Zeit müssen dann schon wieder neue Impfstoffe hergestellt werden, weil es neue Mutationen gibt. Wohl auch darum hat es kürzlich eine große Geberkonferenz gegeben, bei der Staaten und andere Gelder bereitstellen sollten, damit endlich ein für alle verfügbarer Impfstoff gegen das Corona-Virus entwickelt wird.

Für die Pharmakonzerne wäre es in diesem Zusammenhang ein Segen, wenn es gegen das Corona-Virus eine weltweite Impfpflicht gäbe, wenn der Impfstoff da ist. Wer weiß, vielleicht ist das durch die gegenwärtige Panikmache sogar durchsetzbar? Nach einem Artikel der Frankfurter Rundschau vom 02.04.2020 ist Dänemark schon mal ein Stück vorangegangen, Zitat:

Darüber hinaus verabschiedete das Parlament beispiellos harte Ausnahmegesetze. Die Gesundheitsbehörden können ab sofort Zwangstests, Zwangsimpfungen sowie Zwangsbehandlungen anordnen und für die Durchsetzung ihrer Anordnungen neben der Polizei auch Militär sowie private Wachdienste einsetzen.

Ich möchte an dieser Stelle keine Diskussion darüber führen, ob diese Impfstoffe überhaupt sinnvoll sind oder nicht. Wichtig in dem Zusammenhang ist aber zweifellos, dass sich der wichtigste „Impfstoff“ gegen alle Infektionskrankheiten in unserem Körper bei vernünftiger Lebensweise ganz allein entwickelt: Unser eigenes Immunsystem. Es kann viele Krankheiten abwehren oder bei einer Erkrankung dafür sorgen, dass wir wieder gesund werden. Die Grundlagenforschung daran, wie wir dieses uns von Natur aus gegebene System möglichst gut entwickeln können, ist mit Sicherheit zumindest genauso wichtig, wie die Suche nach immer neuen Impfstoffen. Klar ist m.E. aber jetzt schon: Wenn Menschen wegen Corona verboten wird, an die frische Luft zu gehen oder Sport zu treiben, dann kann das auch in Corona-Zeiten nur ungesund sein.

Die richtige Behandlung von Patienten

Auch wenn es gegen Corona noch keine Medikamente gibt, kann man die schwer erkrankten Patienten in Krankenhäusern besser oder schlechter behandeln. Bekannt ist, dass in manchen Ländern besonders viele Menschen gestorben sind (Italien, Frankreich, Spanien, Großbritannien oder die USA, dort besonders in New York). Das muss Ursachen haben, die möglicherweise gar nicht direkt etwas mit dem Virus zu tun haben.

Eine Ursache ist allgemein anerkannt: Wenn in Krankenhäusern zu wenig Betten und Intensivbetten vorhanden sind; wenn Ärzte und Pflegerinnen keine ausreichenden Schutzausrüstungen bekommen; wenn es überhaupt zu wenig Personal gibt. Dann kann alleine das dazu führen, dass viele Menschen sterben, die nicht sterben müssten. Wenn aufgrund dieser Zustände sich auch noch Ärzte und Pflegerinnen infizieren, dann kann das in Krankenhäusern schnell zu einer noch weiteren Ausbreitung der Corona-Infektion führen und der Personalmangel nimmt noch zu. Ein Teil der vielen Toten in den genannten Ländern dürfte darauf zurück zu führen sein.

Ein weiterer Grund kann aber auch falsche Behandlung sein. So wurde am Anfang immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass viele Menschen sterben müssten, weil nicht genug Beatmungsgeräte existierten. Da liegen aber mittlerweile Erkenntnisse vor, dass diese Behandlung sogar falsch sein kann.

Zunächst hatten Ärzte aus Basel und Hamburg Autopsien an mit Corona verstorbenen Patienten durchgeführt (Ärzteblatt 22.04.2020). Entgegen der ursprünglichen Annahme litten diese zumeist gar nicht an einer Lungenentzündung, sondern an einer schweren Störung der Mikrozirkulation der Lunge – da konnte die künstliche Beatmung mit Beatmungsgeräten gar nicht helfen. Auch laut einem Beitrag der Sendung Monitor vom 30.04.2020 ist die künstliche Beatmung mit solchen Geräten vielfach falsch, weshalb sie in Deutschland jetzt teilweise auch weniger eingesetzt wird.

Möglicherweise gab es aber auch medikamentöse Fehlbehandlungen. In einem Beitrag auf den NachDenkSeiten vom 02.05.2020 machte der Arzt und SPD Politiker Wolfang Wodarg auf einen möglichen Zusammenhang des Todes von Menschen in diesen Ländern mit der Gabe des Anti-Malariamittel Hydroxychloroquin (HCQ) aufmerksam. Demnach gibt es insbesondere in den Genen von Menschen aus Ethnien, die in Gebieten mit Malaria leben, sehr oft einen G6PD-Mangel. Dieser Mangel führt zu bestimmten Unverträglichkeiten (etwa Ackerbohnen, Johannisbeeren oder Erbsen). Dieser Mangel ist bei diesen Menschen deshalb weiterverbreitet, weil er zugleich die Menschen unempfindlicher gegen Malaria macht. Allerdings, so meint Wodarg, könnte die Gabe des Medikaments HCQ bei diesen Menschen zu schweren Nebenwirkungen bis hin zum Tod führen. Es ist mir leider nicht gelungen zu ermitteln, ob in den genannten Orten, insbesondere in New York mit einem großen Anteil von Schwarzen, die diesen G6PD-Mangel haben könnten, dieses Mittel in größerem Umfang den Patienten gegeben wurde. Wenn ja, dann könnte das durchaus auch ein Grund für die hohen Todeszahlen in dieser Stadt sein. Klar, Ihr könnt die Aussagen von Wodarg einfach abtun (ist doch schließlich ein Verschwörungstheoretiker). Oder Ihr forscht selbst einmal nach, ob da etwas dran sein könnte.

Mein Fazit

Ich habe mich in letzter Zeit viel mit der Frage beschäftigt, wie gefährlich das neue Corona-Virus ist und was hier zu tun ist. Mittlerweile bin ich der Meinung, dass die verfügten Maßnahmen, insbesondere der Lockdown, falsch und letztlich viel gefährlicher sind als das Virus selbst. Es mag sein, dass dieses Virus gefährlicher ist als eine normale Grippe. Keinesfalls aber in einem Umfang, dass solch umfassende Maßnahmen gerechtfertigt wären.

In den letzten Jahren habe ich schon viel Angst davor entwickelt, wohin sich diese Welt entwickeln könnte. In vielen Ländern marschieren die Rechten und die Nazis. Immer mehr Menschen vertrauen autokratischen Führern oder nationalistischen Parolen. Allerdings hätte ich nie gedacht, wie einfach es auch in einem Land wie Deutschland ist, eine große Masse der Menschen gefügig zu machen. Es braucht nur eine Gleichschaltung der Medien (dieses Virus: Wir müssen schnell handeln und alles schließen). Täglich die gleichen Zahlen vom RKI oder Johns Hopkins. Da gab es in den Medien, den bekannten Zeitungen oder im Radio kaum einmal eine andere Meinung. Und zum Schluss braucht es noch eine gehörige Portion von Angst und Panikmache. Schon marschiert der größte Teil mit. Ja, das macht mir jetzt Angst und deshalb sehe ich auch unsere Demokratie in ernster Gefahr.

Es würde mich sehr freuen, wenn die Menschen von den oben angesprochenen linken Organisationen diesen Beitrag auch lesen würden und sich vielleicht auch einmal Gedanken machen. Sind die Forderungen der Demonstrant*innen tatsächlich nur dumm, sind das Nazi, hängen sie Verschwörungstheorien an? Oder habe sie in vielem nicht doch vielleicht einfach Recht? Es würde mich sehr freuen, wenn von Euch dazu Eure Meinung zu hören. Denn der Austausch, das Gespräch über all diese Fragen, das scheint mir im Moment sehr wichtig.

Zum Schluss: Die Menschen, die jetzt jedes Wochenende demonstrieren, stehen meiner Meinung nach für deutlich mehr Menschen als die Tausenden, die samstags auf die Straße gehen. Und sie haben zumindest in vielen Punkten Recht. Wenn diese dann von linken Organisationen nur Ablehnung und auch Verleumdung erfahren, dann wird das der gesamten Linken in Deutschland noch weiteren Schaden zufügen. Das können wir doch alle gemeinsam nicht wollen?

Detlef Beune

Zum Schluss:

  • Noch ein Link zu einem Talk Spezial mit Prof. Dr. Sucharit Bhakdi, der am 29.04.2020 auf Servus TV lief. Vielleicht ist das aber auch nur ein Verschwörungstheoretiker …
  • Und noch eine Buchempfehlung: Albrecht Müller, Glaube wenig, Hinterfrage alles, Denke selbst – Wie man Manipulationen durchschaut. Erschienen im Westend Verlag.

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